Willkommen im Stadtarchiv
Das Stadtarchiv Petershagen…
bewahrt dauerhaft Unterlagen auf, die im Laufe der Zeit bei den Ämtern Petershagen, Schlüsselburg und Windheim zu Lahde sowie der Stadt Petershagen als deren Rechtsnachfolger nach der Gebietsreform 1973, entstanden sind und für die Zukunft von besonderer rechtlicher, historischer und kultureller Bedeutung sind. Über diese Kernaufgabe hinaus sichert das Archiv das Archivgut gemäß Archivgesetz NRW, erschließt die Bestände fachgerecht und macht sie für die Öffentlichkeit nutzbar.
Neben der behördlichen Überlieferung… wird das lokale Gedächtnis ergänzt durch private Überlieferungen von Firmen, Personen und Vereinen, die für das vielfältige Leben in der Stadt bedeutsam und interessant sind.
Die meistgenutzten Quellen in unserem Stadtarchiv sind die Personenstandsregister, die seit Oktober 1874 angelegt wurden. Die Geburts-, Heirats- und Sterberegister gelangen nach Ablauf der gesetzlichen Fristen – bei Geburten nach 110 Jahren, bei Heiraten nach 80 Jahren und bei Sterbefällen nach 30 Jahren – in das Archiv und stehen dort für genealogische und historische Forschungen zur Verfügung. Alle jüngeren Jahrgänge v.a. jahrgangsübergreifende Bände verbleiben im Standesamt Petershagen. (standesamt@petershagen.de) Neben den Personenstandsregistern bietet das Stadtarchiv weitere Quellen für die Familienforschung wie Auswanderungsakten, Volkszählungslisten, Schulunterlagen und vieles mehr.
Das älteste verwahrte Schriftstück stammt aus dem Jahr 1615 und markiert den Beginn einer kontinuierlichen Überlieferung, deren Ende nicht absehbar ist. Die fortlaufende Übernahme von Unterlagen aus der Verwaltung und aus privaten Überlieferungen gewährleistet, dass auch künftig archivwürdige Unterlagen dauerhaft gesichert und für spätere Generationen nutzbar gemacht werden.
Dachbodenfunde und andere private Unterlagen sind für das Stadtarchiv von unschätzbarem Wert – und bei ihrer Sicherung ist das Archiv auf Ihre Unterstützung angewiesen. Häufig schlummern historische Dokumente, Fotos, Plakate oder ganze Nachlässe von Firmen, Vereinen und Privatpersonen auf Dachböden und Kellern. Indem Sie uns solche Schätze anbieten, helfen Sie mit, unsere Geschichte zu vervollständigen und zu bewahren.
Die Dauerausstellung „Sammlung Friedrich Brinkmann“ im Erdgeschoss des Stadtarchivs ist fester Bestandteil der Bildungs- und Gedenkarbeit des Hauses. Sie ergänzt den Zugang zu schriftlichen Quellen um eine anschauliche, unmittelbar erfahrbare Ebene und eröffnet Besucherinnen und Besuchern einen lebendigen Einblick in die archäologischen Bodenfunde aus der Sammlung des ehrenamtlichen Bodendenkmalpflegers Friedrich Brinkmann. Über viele Jahre trug er im Gebiet der heutigen Stadt Petershagen zahlreiche archäologisch bedeutsamen Funde zusammen und leistete damit einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung unseres kulturellen Erbes.
In enger Abstimmung mit der Stadt Petershagen wurden die Objekte von einer Arbeitsgruppe der Gesellschaft zur Förderung der Bodendenkmalpflege im Kreis Minden-Lübbecke e.V. (GeFBdML e.V.) restauriert und wissenschaftlich aufgearbeitet. Rund 1.000 ehrenamtlich geleistete Arbeitsstunden flossen in die behutsame Konservierung der Funde und die Konzeption der Ausstellung.
Die Präsentation lädt dazu ein, einen Blick in die Lebenswelt früherer Generationen zu werfen. Anschauliche Rekonstruktionen und informative Tafeln vermitteln, wie Menschen vor Jahrhunderten lebten, arbeiteten und ihre Umwelt gestalteten. Die Ausstellung zeigt ausschließlich Bodenfunde aus dem Stadtgebiet Petershagen und ist in ihrer Entstehung, ihrem Umfang und ihrer regionalen Ausrichtung einzigartig.
Ob für Geschichtsinteressierte, Familien oder Schulklassen – die Ausstellung bietet spannende Einblicke für alle Altersgruppen und macht die archäologische Vergangenheit erlebbar. Ein Besuch ist während der Öffnungszeiten des Stadtarchivs möglich. Für individuelle Führungen und Gruppenbesuche können Termine unter info@gefbdml.de vereinbart werden.
Authentisch und direkt aus den Quellen – das Stadtarchiv Petershagen steht allen Bürgerinnen und Bürgern offen, die historische Informationen zur Stadt, Gebäuden, Vereinen oder Familien suchen. Für die Nutzung des Archivs ist vor Ort ein Benutzungsantrag auszufüllen; er bildet die Grundlage für die Bereitstellung von Unterlagen nach dem Archivgesetz NRW und der kostenfreien Nutzung des Lesesaals. Eine vorherige Kontaktaufnahme erleichtert die Vorbereitung Ihres Anliegens und ermöglicht eine gezielte Beratung. Wir unterstützen Sie gerne bei Ihrer Recherche und beim Zugang zu den archivischen Quellen, denn Geschichte beginnt oft mit einer einzigen Frage und der Bereitschaft, ihr nachzugehen.
Neugierig geworden?
Einige Archivbestände können vorab über das Portal www.archive.nrw.de bequem von zuhause aus recherchiert werden. Wenn Sie bei der Online-Recherche spannende Archivalien gefunden haben, können diese zu unseren Öffnungszeiten im Lesesaal bestellt und eingesehen werden.