Städtebauförderung der Stadt Petershagen
Die Stadt Petershagen befindet sich seit 2018 in der Städtebauförderung. Für die Umsetzung der Maßnahmen aus dem Städtebaulichen Fachbeitrag beziehungsweise dem "Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept" (ISEK) erhält die Stadt Petershagen Zuwendungen des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen aus dem Städtebauförderprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“.
Wichtiger Hinweis:
Die Zuwendungen können ausschließlich für Projekte innerhalb der festgelegten Sanierungsgebiete in den Kernorten Petershagen und Lahde eingesetzt werden.
Die Abgrenzungen der Sanierungsgebiete finden Sie hier:
Sanierungsgebiet Lahde Nord (PDF, 381 kB, 24.03.2025)
Sanierungsgebiet Ortskern Petershagen (PDF, 372 kB, 24.03.2025)
Für Gebäude innerhalb der Sanierungsgebiete besteht unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit einer erhöhten steuerlichen Abschreibung nach § 7h und § 10f Einkommensteuergesetz (EStG).
Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Informationsblättern:
Infoblatt steuerliche Abschreibung Lahde (PDF, 1,8 MB, 24.03.2025)
Infoblatt steuerliche Abschreibung Petershagen (PDF, 1,6 MB, 24.03.2025)
Was bisher erfolgreich umgesetzt wurde:
Haus- und Hofprogramm
Das Haus- und Hofprogramm wurde im Jahr 2020 gestartet. Ziel war es, Immobilieneigentümer zu motivieren, private Bau- und Gestaltungsmaßnahmen innerhalb der Sanierungsgebiete Ortskern Petershagen und Lahde Nord durchzuführen.
Im Mittelpunkt standen der Erhalt und die Instandsetzung historischer und ortsbildprägender Strukturen. Gleichzeitig sollte das Bewusstsein für Baukultur gestärkt und die Attraktivität und Qualität des Ortsbildes verbessert werden.
Ansprechend gestaltete Fassaden, Dächer und Freiflächen leisten einen wichtigen Beitrag zu einem attraktiven und lebenswerten Ortsbild.
Das Haus- und Hofprogramm war insgesamt sehr erfolgreich. In den Sanierungsgebieten Petershagen und Lahde wurden mehr als 80 Anträge von unterschiedlichen Eigentümerinnen und Eigentümern gestellt und zahlreiche private Maßnahmen umgesetzt.
Neubau der Mehrzweckhalle Lahde
Ein bedeutender Baustein der Städtebauförderung war der Neubau der WESER-HALLE in Lahde. Die neue Mehrzweckhalle wurde am 28. August 2025 im Rahmen eines Festaktes offiziell eröffnet.
Zahlreiche geladene Gäste aus Politik, Verwaltung, Vereinen und Institutionen würdigten das Projekt als wichtigen Meilenstein für die Gesamtstadt und die Region. Auch die am Bau beteiligten Handwerksbetriebe waren zur feierlichen Übergabe eingeladen.
Zu den Ehrengästen gehörten Staatssekretär Daniel Sieveke, Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling und Kreisdirektorin Nicole Streitz.
Mit dem Zuwendungsbescheid vom 19. Oktober 2020 wurden der Stadt Petershagen Fördermittel in Höhe von rund 8,5 Millionen Euro für das Projekt zur Verfügung gestellt.
Die Umsetzung eines Projektes dieser Größenordnung stellte die Stadt Petershagen zunächst vor große Herausforderungen, da bislang keine vergleichbaren Projekte realisiert worden waren. Verzögerungen und zusätzliche Herausforderungen ergaben sich unter anderem durch die Corona-Pandemie und die Auswirkungen des Ukraine-Krieges.
Am 13. Februar 2023 konnte schließlich der Spatenstich für die WESER-HALLE erfolgen. In den folgenden Monaten wurde das Projekt konsequent vorangetrieben. Dabei musste die Stadt unter anderem mit Insolvenzen von beteiligten Unternehmen und unzutreffenden Angaben einzelner Firmen umgehen.
Trotz dieser Herausforderungen konnte die WESER-HALLE am 28. August 2025 offiziell eröffnet werden. Heute bildet sie einen wichtigen Bestandteil des weiterentwickelten Bildungs- und Bewegungscampus in Lahde und bietet den örtlichen Vereinen und weiteren Nutzerinnen und Nutzern moderne Räumlichkeiten.
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Außenanlagen am Schul- und Sportcampus Lahde
Am 26. Juni 2026 wurden die neu gestalteten Außenanlagen am Schul- und Sportcampus Lahde offiziell eingeweiht. Das umfangreiche Projekt konnte mit Unterstützung der Städtebauförderung umgesetzt werden.
Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund eine Million Euro. Davon wurden etwa 600.000 Euro durch Mittel der Städtebauförderung finanziert.
Nach Erhalt des Zuwendungsbescheids im Oktober 2024 begannen die Bauarbeiten. Rund eineinhalb Jahre später konnte das Projekt erfolgreich abgeschlossen werden.
Die neugestalteten Außenanlagen bieten vielfältige Freizeit-, Bewegungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten für unterschiedliche Alters- und Zielgruppen.
Vor der WESER-HALLE lädt eine moderne Calisthenics-Anlage Kinder, Jugendliche und Erwachsene zur sportlichen Betätigung ein. Direkt angrenzend entstand ein Kleinkindspielplatz mit inklusiven Spielgeräten, der allen Kindern ein gemeinsames Spielerlebnis ermöglicht.
Der Eingangsbereich der WESER-HALLE wurde durch einen ansprechend gestalteten Vorplatz erweitert, der zum Verweilen und zur Begegnung einlädt.
Auch für die Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule wurden attraktive Aufenthalts- und Bewegungsflächen geschaffen. Neben einer Chill-Area stehen ihnen künftig eine Boulderwand, ein Bolzplatz und ein Basketballfeld zur Verfügung.
Ergänzend wurde eine Einhausung für die Mülltonnen errichtet. Sie schützt die Tonnen besser vor Vandalismus und trägt zugleich zu einem aufgeräumten Erscheinungsbild der Gesamtanlage bei.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Projektes ist die nachhaltige Regenwassernutzung. In unmittelbarer Nähe der WESER-HALLE wurde eine Zisterne mit einem Fassungsvermögen von 40.000 Litern installiert. Sie sammelt das Regenwasser von den Dachflächen der Halle. In den Sommermonaten kann das gespeicherte Wasser zur Bewässerung der umliegenden Bäume und Grünflächen genutzt werden.
Damit leistet die Anlage einen wichtigen Beitrag zu einem ressourcenschonenden Umgang mit Wasser und zu einer nachhaltigen Gestaltung des Schul- und Sportcampus.
Was demnächst umgesetzt wird:
Abriss der alten Sporthalle Lahde
Die Sporthalle der Sekundarschule befindet sich in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand. Aufgrund erheblicher baulicher Mängel und fehlender Perspektiven für eine sinnvolle Nachnutzung ist der Rückbau des Gebäudes vorgesehen.
Bei den Abbrucharbeiten sind besondere Schutzmaßnahmen erforderlich, da im Gebäude Schadstoffe vorhanden sind. Gleichzeitig muss sichergestellt werden, dass das unmittelbar angrenzende Vereinsheim durch die Arbeiten nicht beschädigt wird. Das Gebäude soll künftig umgenutzt werden und muss daher in seiner baulichen Substanz erhalten bleiben.
Mit dem Rückbau der Sporthalle wird ein städtebaulicher Missstand beseitigt, da das Gebäude derzeit das Ortsbild beeinträchtigt. Durch den Abriss entsteht eine neue Freifläche, die künftig einer anderen Nutzung zugeführt werden kann und damit zur weiteren städtebaulichen Aufwertung des Umfelds beiträgt.
Umnutzung und Erweiterung des ehemaligen Vereinsheims zum Jugendzentrum
Mit der neu errichteten WESER-HALLE stehen den ortsansässigen Sportvereinen künftig moderne Räumlichkeiten zur Verfügung. Dadurch entfällt die bisherige Nutzung des Vereinsheims an der Sporthalle der Sekundarschule durch die Vereine.
Das Vereinsheim befindet sich im Gegensatz zur angrenzenden Sporthalle in einem deutlich besseren baulichen Zustand. Aus Gründen der Nachhaltigkeit und aufgrund seiner Bedeutung für die Menschen vor Ort soll das Gebäude daher langfristig erhalten und einer neuen Nutzung zugeführt werden.
Geplant ist, das ehemalige Vereinsheim künftig als Jugendzentrum zu nutzen. Dieser Standort bietet sich besonders an, da bereits heute viele Besucherinnen und Besucher des bestehenden Jugendzentrums in Petershagen aus dem Ortsteil Lahde kommen.
Darüber hinaus befindet sich die Sekundarschule unmittelbar neben dem Gebäude. Dadurch entstehen kurze Wege und eine direkte Anbindung an den Bildungs- und Bewegungscampus.
Das derzeitige Jugendzentrum in Petershagen ist baulich stark eingeschränkt und auf Dauer nicht mehr nutzbar. Daher besteht hier Handlungsbedarf.
Durch den Abriss der angrenzenden Sporthalle entsteht zudem die Möglichkeit, das Vereinsheim baulich zu erweitern. Geplant ist ein moderner und einladender Aufenthaltsbereich, der künftig das Herzstück des neuen Jugendzentrums bilden soll. Ergänzend sind Räume für ein Mitarbeiterbüro und eine Küche vorgesehen.
Die Lage mitten im Bildungs- und Bewegungscampus Lahde bietet zahlreiche Vorteile. Durch die unmittelbare Nähe zum Freibad, zur Skateanlage, zur WESER-HALLE und zum angrenzenden Park ergeben sich vielfältige Möglichkeiten für gemeinsame Freizeitaktivitäten.
Das Bestandsgebäude soll energetisch saniert und barrierefrei erschlossen werden. Damit wird sichergestellt, dass das Jugendzentrum für alle Jugendlichen gut erreichbar und nutzbar ist.
Mit dem Projekt entstehen deutlich verbesserte Voraussetzungen für die offene Jugendarbeit in Lahde. Gleichzeitig wird das bestehende Vereinsheim sinnvoll weitergenutzt und in den Gesamtzusammenhang eines lebendigen Bildungs-, Sport- und Freizeitstandortes integriert.
Entwurfsplanung zur Umnutzung und Erweiterung des ehemaligen Vereinsheims zum Jugendzentrum (PDF, 28,3 MB, 16.10.2026)
Sanierung des Freibads Lahde
Das Freibad Lahde ist ein wichtiger Bestandteil des weiterentwickelten Bildungs- und Bewegungscampus. Insbesondere während der Sommermonate ist es ein zentraler Begegnungs- und Freizeitort für die Bevölkerung und erfüllt damit auch eine wichtige soziale Funktion.
An Spitzentagen besuchen bis zu 1.400 Menschen das Freibad. Um das Freibad langfristig zu sichern und den Freizeitstandort Lahde weiter zu stärken, ist eine umfassende Sanierung und Ertüchtigung der Anlage erforderlich. Die Umkleide- und Sanitäranlagen entsprechen teilweise nicht mehr den heutigen Anforderungen und weisen bauliche sowie technische Mängel auf. Auch die Beckenfolie ist erneuerungsbedürftig. Darüber hinaus soll die bestehende Situation bei der Wasserver- und -entsorgung verbessert und an aktuelle technische Standards angepasst werden. Auch der Eingangsbereich des Freibads soll neu gestaltet und verlegt werden. Ziel ist es, insbesondere bei hoher Auslastung die Verkehrssicherheit zu verbessern. Im Zuge der Neugestaltung sollen außerdem der vorhandene Trampelpfad ertüchtigt und zusätzliche Fahrradabstellmöglichkeiten im neuen Zugangsbereich geschaffen werden.
Entwurfsplanung für die Sanierung des Freibads Lahde (PDF, 5,9MB, 16.10.2026)
Umgestaltung des Bismarckplatzes zur lebendigen Ortsmitte
Der Bismarckplatz befindet sich in zentraler Lage im Ortskern von Lahde. Der Platz ist derzeit überwiegend versiegelt und wird hauptsächlich als Parkplatz genutzt. Er wird von einer Busspur umgrenzt, über die die auf dem Platz gelegene Bushaltestelle angebunden ist.
Eine Begrünung befindet sich bislang lediglich am äußeren Rand des Platzes. Diese Bereiche sind nicht begehbar und durch eine dichte Bepflanzung geprägt. Einmal im Jahr ist der Bismarckplatz Veranstaltungsort eines Teils der Lahder Maile. Zudem findet auf einem Teil des Platzes regelmäßig der Wochenmarkt statt. Insgesamt bleibt der Bismarckplatz derzeit hinter seinem Potenzial als zentraler öffentlicher Platz im Ortskern von Lahde zurück. Er liegt an der Bahnhofstraße, der wichtigsten Geschäftsstraße des Ortsteils. In unmittelbarer Umgebung befinden sich mehrere gastronomische Betriebe sowie der Rathausstandort Lahde.
Die Funktion des Platzes als Parkplatz ist für die angrenzenden Einrichtungen weiterhin von Bedeutung. Daher sollen auch nach der Neugestaltung ausreichend Parkmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Gleichzeitig sollen die Wegebeziehungen zu den wichtigen Anlaufpunkten im Ortskern berücksichtigt werden.
Untersuchungen haben gezeigt, dass der Parkdruck auf dem Bismarckplatz insgesamt eher gering ist. Der Platz ist nur selten vollständig durch parkende Fahrzeuge ausgelastet. Im Rahmen mehrerer Beteiligungsveranstaltungen wurden Wünsche nach einer höheren Aufenthaltsqualität, mehr Begrünung sowie zusätzlichen Möglichkeiten für Begegnung und Bewegung geäußert. Diese Anregungen sollen bei der Neugestaltung berücksichtigt werden. Auch die angrenzende Gastronomie soll von der Aufwertung profitieren. In den Sommermonaten werden bereits heute Außenflächen genutzt. Eine attraktivere Gestaltung des Bismarckplatzes kann die Aufenthaltsqualität in der Außengastronomie weiter verbessern und zusätzliche attraktive öffentliche Flächen schaffen. Welche Möglichkeiten eine veränderte Nutzung bietet, wurde bereits im Rahmen der temporären Aktion „Bismarck macht Platz“ erprobt.
Auch künftig soll der Bismarckplatz eine ausreichend große, zusammenhängende Fläche für Veranstaltungen wie die Lahder Maile und den Wochenmarkt bieten. Ein Teil der bisherigen Parkmöglichkeiten soll erhalten bleiben.
Mit der Neugestaltung soll der Bismarckplatz zu einem attraktiven, grünen und lebendigen Mittelpunkt des Ortskerns von Lahde entwickelt werden – einem Ort für Begegnung, Aufenthalt, Bewegung und Veranstaltungen.
Entwurfsplanung Umgestaltung Bismarckplatz (PDF, 8,2MB, 16.10.2026)
Die Maßnahmen werden gefördert durch: